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Coaching - Expertin

syl fragt sich:

„Wie baut man sich auf?“

Ehrlich gesagt, kann ich das Wort „Krise“ nicht mehr hören, geschweige denn lesen. Trotzdem schreibe ich jetzt darüber, weil mich der Ursprung, die Definition und Bedeutung von Krise interessieren. Also mache ich mich auf die Suche – im Netz, in den Medien, in mir selbst , bei anderen und finde viele mögliche Betrachtungsweisen. Ich beschließe, Wirtschaftskrisen und Staatskrisen wegzulassen und mich mehr der Individual-Krise zu widmen. Dabei stoße ich auf Differenzierung und entdecke Spielräume.

Wenn wir eine Krise haben oder in einer stecken, dann ist das ein Zustand. Dieser Zustand ist sehr persönlich. Er hat mit uns tun. Er ist zeitlich begrenzt. Irgendetwas stört uns. Irgendetwas kommt häufiger vor als sonst. Es kommt von außen. Es kann eine Kleinigkeit sein,  vielleicht eine bestimmte Geste, eine Mimik, ein Wort oder etwas Größeres, Existenzielles, das das Fass – unsere Normalität –  zum Überlaufen bringt. Über einen gewissen Zeitraum müssen wir mit Ereignissen oder Vorkommnissen zurechtkommen, mit denen wir nicht mehr Schritt halten können. Diese erschüttern, irritieren und überfordern uns dermaßen, dass sie uns aus der Bahn werfen, unser Gleichgewicht zum Kippen bringen – direkt in die Krise hinein.  

Hier in der Krise spitzt sich alles zu und wir merken, dass sich gerade etwas verändert. Wir stehen unfreiwillig an einem Wendepunkt. Wir wollen eine Eskalation vermeiden. Jedoch sind wir gerade dabei etwas zu verlieren. Wir sind uns noch nicht im Klaren darüber, was genau den Verlust ausmachen wird. Es fällt uns schwer unsere eigenen Bedürfnisse zu benennen und es fällt uns schwer, die Erwartungen anderer zu erfüllen, weil wir im Moment mit uns selbst beschäftigt sind. Was soll ich tun? Wie komm ich da raus? Wer versteht mich überhaupt?  Jetzt wollen wir unbedingt handeln. Wir sehnen uns nach Entscheidungen.

Eine Entscheidung stellt uns aber meistens vor die Wahl, das eine oder das andere zu tun. Das Positive dem Negativen gegenüberzustellen. Wir erwägen und meinen in der Option läge die Lösung. In der Krise eine Entscheidung zu treffen, führt uns und alle daran Beteiligten unweigerlich in den Konflikt. Ist das die richtige Entscheidung? Hätte ich anders entscheiden sollen? Es entstehen Auseinandersetzungen oder Zweifel kommen auf, Streit kann entstehen, Uneinigkeit und Verstimmung können sich breit machen.

Aber brächte es uns nicht viel mehr Erleichterung, wenn uns in der Krise ein Spielraum gegeben wäre? Wenn wir uns schrittweise herantasten  – an unterschiedliche Möglichkeiten, um uns wieder zu sammeln?

Geh in Dich und sei offen und ehrlich. Finde die Antworten allmählich gemächlich. Das heißt, Du musst nicht alle auf einmal beantworten, sondern vielleicht eine an einem Tag.

  1. Was genau, war es, das Dich erschüttert hat? Worin lag der Auslöser – der auslösende Moment, der Dich aus der Bahn geworfen hat? (so präzise wie möglich)
  2. Wovor fürchtest du Dich am meisten? Sei mutig Dich der Angst zu stellen.
  3. Ändere Deinen Blickwinkel, indem Du Deine Angst aus einer anderen Sicht betrachtest, z.B. aus der Deines Haustieres oder einer Eule… Was würden sie Dir aus ihrer Sicht sagen?
  4. Was wäre, wenn … es die Angst nicht gäbe? Was wäre dann alles möglich? Erinnere Dich an früher – als es schon einmal schwer war und du es überwinden konntest. Wie war das – was hast Du damals gemacht? (schau in deine Kindheit)
  5. Finde jemanden, der Dir zuhört, Dich versteht, mit Dir fühlt. Sprich mit dieser Person. Verbinde Dich und bleib in Verbindung.

Wenn du Dich mit dir selbst beschäftigst, kannst Du alle Antworten und Lösungen in Dir finden. Wir Menschen erwarten uns oft, dass andere den ersten Schritt machen. Und wir erwarten, dass etwas mit uns geschieht. Wir warten auf Liebe, den Wohlstand, das Glück, wir warten auf den Traumjob, auf neuen Mut oder Neugier. Erfülle es Dir selber. Jeder bestimmt selbst, wann die Krise ein Ende hat. Woran würdest Du merken, dass sie vorbei ist?  Sammle dich – gib Dir Spielraum.  

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